LYRIK BIBLIOTHEK DEUTSCHSPRACHIGER GEDICHTE
Verlegte Gedichte v. Joe M Kernbach in der Anthologie AUSGEWÄHLTE WERKE 2002 - 2014
 
Weitere Texte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hoffnung

Vorbei die Hoffnung, die die Sinne versperrt,
der Hoffnungsschimmer, der die Wahrheit verzerrt.
Vorbei der Schmerz, der die Hoffung erhellt,
der Lebensinhalt, der kein Leben enthält.

Vorbei die Gedanken, die nur noch verwalten,
die Hoffnungsträger, die längst nichts mehr halten.
Vorbei die Kräfte, die Hoffnungen schüren,
die tiefen Gefühle, die längst nichts mehr spüren.

Vorbei der Blick in den Tunnel, kein Licht,
die Wirklichkeit, in nebliger Sicht.
Vorbei der Traum, das verschwommene Ziel,
gelebtes Sterben, es bleibt nicht mehr viel.

Vorbei die Hoffnung, sie starb nicht zuletzt.
Vorbei die Spirale, in der ich gehetzt.
Vorbei der Weg, der kein Ziel mehr hat.
Vorbei die Hoffnung, sie hat versagt.

Vorbei sind die Dinge, die Hoffnungen machen.
Vorbei ist die Hoffnung, ich kann wieder lachen.

Verloren

Verloren ist wer niemals rastet
Verloren ist wer nur noch hastet
Verloren ist wer einsam ist
und nicht mehr weiß, was er vermißt

Verloren Was ... ?

Einen Gegenstand ?
Ein Spiel Das Gesicht ?
Die Moral Den Verstand ?

Verloren ist wer nicht mehr leidet
Verloren ist wer alles meidet
Verloren ist wer nirgends bleibt
und wer kein Ziel hat, was ihn treibt

Verloren ist wer nur noch lebt
Verloren ist wer nur noch strebt
Verloren ist wer in der Not
nicht fragt nach Wasser oder Brot

Verloren Suchen ... ?

Verloren ist wer sich nicht findet
nicht akzeptiert nicht an sich bindet

 

Freiheit

Die Wege die ich ging waren frei
Zu frei
Gedanken woran ich hing waren frei
Zu frei
Die Worte die ich sprach waren frei
Zu frei
Träume - darin war ich frei
Zu frei

Die Liebe die mich traf wiegt schwer
Zu schwer ?
Gedanken von einst wirken leer
Zu leer ?
Worte sie sagen jetzt mehr
Viel mehr ?
Träume - sie binden mich sehr
Zu sehr ?

Gefällt

Gefällt wie ein Baum

wollt nur mal grad schaun
nach seelischem Glück
Ich bin schon zurück

Ich hab es gesehn
begriffen, befasst
Ich habe geliebt
Ich wurde gehasst

Wofür

Ich gab dir den Schlüssel
Zu jener Tür

Dahinter verborgen
Die Seele von Morgen
Die dir gehört
Sie hat dich gestört

Gefällt wie ein Baum
Ich wollt nur mal schaun

Lust

Lust
Der Alltag ist weit
Du bist
Nur zu Zweit

Lust
und ihre Vergänglichkeit
mit der Zeit
Der Alltag nicht weit

Lust
und ihre Rückkehr

Der gewonnene der Blick
für verlorenes Glück
Macht die Rückkehr zur Rückkehr
sehr schwer

Lust und ihre Vergänglichkeit
vor der Zeit
Verborgen in Dir
Nicht mehr bereit

 

Vereint

Man vereint sich

Man vereint Raum, man vereint Zeit
Was bleibt ?

Gemeinsamer Raum, gemeinsame Zeit
Ruhe bleibt

Man ist vereint

Glückliche Hälften, die sich viel geben
Sie wollen nie sterben, sie wollen leben

In ewiger Zeit, in ewigem Raum
Liebe treibt - Nach vorne schau´n

Man ist vereint

Zwei Hälften - Eine Seele - Zukunft ?
Vergangenheit ?
Die Wahrheit bleibt

Es bleibt - die heilende Zeit
In Demut geneigt - zur Zweisamkeit

Man war vereint

Der kleine Finger

Der kleine Finger ?
Die ganze Hand ?
Verloren in BildernNoch nicht an der Wand

Der kleine Finger - gefüllt mit Seele
Er schnürt das Herz - er würgt die Kehle
Der kleine Finger - nicht nah, nicht weit
Bleibt unerreicht - für alle Zeit

Der kleine Finger, mit viel Gefühl,
ist voll von Wärme, doch bleibt er kühl,
ist starr .. hat Hoffnung sanft vermieden.
Der kleine Finger .. hat sich entschieden.

Was bleibt ? Es bleibt die ganze Hand !
Jetzt zaubern Bilder von der Wand
dem Leid ein Lächeln ins Gesicht !
Ein Hauch von Glück - noch reicht es nicht.

Die ganze Hand - ein Angebot,
nimmt etwas Schmerz und lindert Not.
Doch .. anders fühlt sich diese Hand,
mit kleinem Finger .. ganz am Rand

 

Emotionale Intelligenz